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Eintrag vom:
26.11.2013

Bürger wollen Inklusion und misstrauen der Politik

Pressemitteilung VBE NRW 26.11.2013

„Die bisherige Umsetzung der Inklusion in Deutschland stößt bei den Bürgern zunehmend auf Misstrauen“, warnte heute in Düsseldorf Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) und Landesvorsitzender in NRW. Beckmann bezog sich auf die aktuelle infratest dimap Meinungsumfrage im Auftrag des VBE zum gemeinsamen Lernen von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen. Die Umfrage war erstmals 2011 für Deutschland gesamt und NRW erhoben worden und wurde jetzt wiederholt.

„Unsere Umfrageergebnisse machen deutlich: Die konkrete Praxis vor Ort stößt Bürger vor den Kopf, obwohl diese die Inklusion grundsätzlich befürworten“, so Beckmann. Nach Ansicht von 71 Prozent der Bundesbürger bringt die Inklusion in der Grundschule mehr Vor- als Nachteile. Auch für die weiterführenden Schulen befürworten 66 Prozent ein gemeinsames Lernen. Gegenüber 2011 gab es keine gravierenden Veränderungen. In NRW allerdings sehen aktuell nur noch 69 Prozent der Bürger (2011: 77 Prozent) Vorteile des gemeinsamen Lernens in der Grundschule. Vorteile der Inklusion in weiterführenden Schulen sehen in NRW nur noch 62 Prozent der Bürger (2011: 73 Prozent). Beckmann stellte fest: „Es besteht die Gefahr, dass die Politik die Inklusion vor die Wand fährt.“ Die Bevölkerung glaube der Politik ihr Versprechen schlichtweg nicht, dass sie die Inklusion mit vernünftigen Rahmenbedingungen versehen wolle. Besonders interessant sei, dass nach wie vor gerade unter den Grünen-Wählern (76 Prozent) und den SPD-Wählern (65 Prozent) die Bereitschaft der Politik, genügend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, besonders angezweifelt werde.

79 Prozent der Bundesbürger insgesamt und 77 Prozent in NRW sehen laut Umfrage die Absenkung der Klassenstärken als Voraussetzung für gemeinsames Lernen.„Wie vor zwei Jahren halten also acht von zehn Bürgern eine wesentliche Voraussetzung für die Inklusion für nicht erfüllt“, betonte Beckmann: „Zwei Drittel der Bürger in NRW (2011: 71 Prozent) vermissen die Bereitschaft der Politik, gemeinsames Lernen finanziell abzusichern.“ Auch wenn 2013 mehr als ein Drittel der Bürger eine Bereitschaft der Politik erkenne, gemeinsames Lernen finanziell abzusichern (2011: 27 Prozent), sei das aus Sicht des VBE kein Grund für die Politik, sich zurückzulehnen.

Beckmann forderte: „Inklusion muss in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung umgesetzt werden. Unsere Umfrage zeigt, dass 73 Prozent der Bürger in Deutschland und 70 Prozent in NRW die Inklusion nicht nur als Aufgabe der Schule sehen. Der VBE fordert einen transparenten Dialog, in dem die Sorgen und Nöte der Beteiligten ernst genommen werden.“

„Bund, Länder und Kommunen müssen Inklusion gemeinsam finanzieren“, machte Beckmann klar. „Statt Kooperationsverbot von Bund und Ländern im Bildungsbereich brauchen wir dringend ein Kooperationsgebot.“ In Richtung NRW-Landesregierung sagte Beckmann: „Es müssen mehr Ressourcen bereitgestellt werden, damit der Slogan der Landesregierung ,Kein Kind zurücklassen‘ nicht länger eine Phrase bleibt. Es muss Schluss sein mit der Praxis, die für Inklusion notwendigen personellen, sächlichen und räumlichen Ressourcen unter Finanzierungsvorbehalt zu stellen.“

Beckmann bekräftigte, die Bereitschaft der Lehrerinnen und Lehrer, sich der Inklusion zu stellen, sei ungebrochen hoch. Er wies auf den Deutschen Lehrertag 2013 hin, der am 29. November im Dortmunder Kongresszentrum Westfalenhallen stattfindet. „Seit 2010 thematisiert der Deutsche Lehrertag die Inklusion und es gibt eine riesige Nachfrage nach guter Fort- und Weiterbildung. Auch diesmal kommen wieder über 1 000 Lehrerinnen und Lehrer aller Schulstufen aus allen Bundesländern.“

Zur Infratest dimap Meinungsumfrage

Geschrieben von Administrator am 26.11.2013

Eintrag vom:
14.11.2013

Landesregierung sorgt für Kahlschlag bei Förderschulen

Pressemitteilung VBE NRW 14.11.2013

„Die neue Mindestgrößen-Verordnung für Förderschulen nimmt keine Sorgen – sie verschärft sie nur“, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW zu der neuen Verordnung des Schulministeriums, die heute in Kraft tritt: „Mit den neuen Regelungen über die Schulgröße werden zwangsweise viele Förderschulen auf kaltem Weg geschlossen.“

Dass die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt werden muss, steht für den VBE außer Frage. „Mit der Mindestgrößen-Verordnung wird das Förderschulsystem jedoch zu einem Zeitpunkt zerschlagen, zu dem die gleiche Qualität im Rahmen der Inklusion in den Regelschulen flächendeckend noch nicht gewährleistet ist“, kritisiert Beckmann, „der VBE befürchtet, dass mit dieser Maßnahme der Elternwille unterlaufen wird. Zudem bedeuten Schließungen unter anderem deutlich längere Fahrzeiten, die man gerade Kindern mit Beeinträchtigungen nicht zumuten darf.“ Mit der neuen Verordnung würde ein Kahlschlag eingeleitet, der binnen kürzester Zeit zu weißen Flecken in der Förderschul-Landschaft führen würde, so Beckmann weiter.

Die neue Verordnung zu den Mindestgrößen wird vor allem Förderschulen mit dem Schwerpunkt ‚Lernen‘ treffen, prognostiziert der VBE-Vorsitzende: „Von diesen 306 Schulen würde gerade mal ein Drittel in NRW überleben. Chancengerechtigkeit für Kinder mit Beeinträchtigungen ist nicht machbar, solange die Rahmenbedingungen für den gemeinsamen Unterricht nicht stimmen.“

Die Schließung von Förderschulen bedeute zugleich, dass die allgemeinbildenden Schulen zukünftig eine noch größere Zahl an Schülern mit sonderpädagogischem Bedarf aufnehmen müssen. „Der VBE sieht nach wie vor nicht, dass die allgemeinbildenden Schulen auf diese Herausforderung personell, sächlich und räumlich vorbereitet sind“, stellt Beckmann klar, „Wir erwarten auch, dass die Lehrkräfte der von Schließung bedrohten Schulen frühzeitig über ihre zukünftigen Aussichten informiert werden und ihnen die Möglichkeit zur Mitgestaltung gegeben wird, so wie die Gewerkschaften und Personalräte es mit dem Schulministerium vereinbart haben.“

Geschrieben von Administrator am 14.11.2013

Eintrag vom:
14.11.2013

Zweiten Schritt vor dem ersten gemacht!

Pressemitteilung GEW NRW 14.11.2013

Die GEW kritisiert die vom Schulministerium überarbeitete Mindestgrößenverordnung für die Förderschulen in NRW. Ohne die bisherige Ausnahmeregelung gibt es - so die Warnung der Gewerkschaft - in Kürze kein Angebot an wohnortnahen Förderschulen mehr.

“Bevor die Bedingungen für die Inklusion richtig geklärt sind, werden funktionierende Förderschulen, die in den vergangenen Jahrzehnten Kinder und Jugendliche mit Lern- und Entwicklungsstörungen gut gefördert haben, durch eine Streichung der Ausnahmeregelung mit der Schließung konfrontiert” kritisierte heute GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer die neue Verordnung und widersprach damit Schulministerin Sylvia Löhrmann, die damit eine gute Grundlage für ein pädagogisch hochwertiges Förderschulangebot gegeben sieht. Diese Einschätzung sei für die Lehrkräfte an Förderschulen nicht akzeptabel.

“Hier wird leider der zweite Schritt vor dem ersten gemacht”, sagte Schäfer weiter und warnte: “Wenn im 9. Schulrechtsänderungsgesetz der Elternwille bezüglich des Förderortes betont wird, wird mit der Streichung der Ausnahmeregelung das Angebot an wohnortnahen Förderschulen in Kürze nicht mehr da sein.”

Geschrieben von Administrator am 14.11.2013

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